Geschichte und Ziele der IHG-FFM

Die Islamische Hochschulgemeinde Frankfurt am Main (IHG-FFM) wurde im Jahr 2005 von studierenden Muslimen an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt gegründet.

Motivation und Gründung
Die Situation der Muslime an der Universität, allem voran der Mangel an einer Räumlichkeit zum Verrichten des Gebets, machte ein Handeln notwendig. Die studierenden Muslime sahen sich der demütigenden Situation ausgeliefert, ihre täglichen Pflicht-Gebete unter unwürdigen Bedingungen zu verrichten. Zumeist waren sie gezwungen ihre Gebete in einer Ecke der Universitätsbibliothek oder im Keller eines der Gebäude an der Universität zu verrichten. Um die unwürdigen Verhältnisse der muslimischen Studierenden an der Goethe-Universität zu korrigieren, bedurfte es einer geeinten Stimme.
Zu diesem Zweck fand sich eine Gruppe muslimischer Studierender zusammen, die die IHG-FFM gründeten. Sie nahmen Kontakt mit der Verwaltung der Goethe-Universität auf und wurden als eine Religionsgemeinde an der Universität anerkannt. Damit wurden sie zu einem Ansprechpartner der Universität. Die Probleme der muslimischen Studierenden konnten nun an die Universitätsleitung kommuniziert werden und fanden Gehör.

Erfolge
Der erste Erfolg der IHG-FFM zeigte sich 2007 mit der Einrichtung des "Raum der Stille" am Campus Bockenheim. Dieser Raum im Zentrum des Campus wurde als stiller Rückzugsort für alle Studierenden an der Universität eingeweiht. Zum größten Teil waren es von Beginn an muslimische Studierende, die diesen Raum für die Verrichtung ihrer Gebete nutzten. Folgerichtig betraute die Universität die IHG-FFM mit der Verwaltung dieses Raums. Über die Jahre stattete die IHG diesen Raum immer weiter aus.
Im Jahr 2010 wurde das "Haus der Stille" am Campus Westend eröffnet. Damit wurde den muslimischen Studierenden auch an diesem Campus eine Gebetsmöglichkeit geboten. Zwar ist diese Räumlichkeit nicht im selben zeitlichen Maße nutzbar wie der Raum der Stille am Campus Bockenheim (die IHG-FFM arbeitet an einer Verbesserung der Situation). Dennoch war durch diesen Bau das Einfühlungsvermögen der Universität für die Belange der muslimischen Studierenden dokumentiert. Die Berufung der Vorsitzenden der IHG-FFM in das Kuratorium des "Haus der Stille" belegt zudem die Bestätigung der IHG als einen Repräsentanten der muslimischen Studierenden an der Goethe-Universität.
Im Rahmen des Ausbaus am Campus Niederrad wurde der IHG-FFM die Einrichtung eines Gebetsraums an diesem Campus zugesichert. Das Bauende ist für Mitte 2014 vorgesehen.

Weitere Ziele
Seit 2013 verfolgt die IHG-FFM das Ziel der Einrichtung eines offiziellen Raums der Stille am Campus Riedberg. An diesem Campus, an dem die naturwissenschaftlichen Fachbereiche der Goethe-Universität angesiedelt sind, existiert gegenwärtig keine offizielle Gebetsräumlichkeit. Dies zu ändern ist derzeit das vorrangige Ziel der IHG-FFM.